Wie alles begann!

Die Frage nach dem „Warum“ – damit fing alles an. Warum wird der Theorieunterricht in Fahrschulen noch immer in der Fahrschule vor Ort durchgeführt? Warum kann dieser nicht einfach Online absolviert werden? Warum wird E-Learning selbst im akademischen Bereich anerkannt, nicht aber bei Fahrschultheorie, die Fahrschüler bequem von zu Hause aufarbeiten könnten, ohne dafür extra in die Fahrschule zu müssen? Warum werden die führerscheinrelevante Theorieprüfung und die Prüfungsvorbereitung mittels Online-Lehrmaterialien bereits am PC absolviert, nicht aber der dafür benötigte Unterricht?

Ja, warum denn eigentlich? So entstand 2016 unsere erste Idee namens „theoriva“.

Als dreiköpfiges Gründerteam wollten wir die Fahrschulbranche durch Online-Theorieunterricht revolutionieren. Die nötige Expertise hierfür hatten wir dafür bereits im Team. Mitgründerin und derzeitige Head of Content Development Sina ist ausgebildete Fahrschullehrerin und seit Jahren in diesem Bereich beruflich tätig. Umfangreiche Branchenkenntnisse waren folglich vorhanden. Dominic, ebenfalls Mitgründer und Geschäftsführer, brachte als studierter Wirtschaftsinformatiker und SAP Consultant enormes Wissen hinsichtlich IT-Development mit, sodass auch eine Umsetzung der Idee möglich war. Zu guter Letzt ich, Marc, konnte wiederum auf weitreichende Marketing-Expertise zurückgreifen, die ich mir durch eine vorausgegangene Gründung, der Mitarbeit im Marketing diverser Firmen und mein Medienmanagement-Studium aneignete. Aus diesem Grund besetze ich damals wie heute den Posten als Mitgründer und Head of Marketing.

Nach einigen Monaten der Konzeption des Geschäftsmodells, Gesprächen mit Fahrschülern und Fahrschulen sowie Business-Coaches, wurden wir jedoch mit einem gravierenden Problem konfrontiert – es gab rechtliche Hürden. Vor allem waren es rechtliche Hürden, die wir zu diesem Zeitpunkt nicht nehmen konnten. Schnell wurde also klar, dass unsere Idee in dieser Form vorerst keine Zukunft hat. Während der Konzeptionsphase von theoriva ergaben sich jedoch weitere Möglichkeiten für alternative Geschäftsmodelle. Eine davon legte den Grundstein für „motovio“, das zu Beginn den Namen „motovia“ trug.

Online-Nachschulungen bezüglich Verkehrssicherheit und Fahrzeugwartung, gepaart mit attraktiven Boni für die Nutzer – das klang nach einem innovativen Geschäftskonzept. Gleichzeitig zeigte sich das Konzept auch umsetzbar, da es diesmal keine rechtlichen Hürden gab. Parallel nahmen wir während dieser Umstrukturierung  am „Up2B-Breakthrough“-Programm teil – einem Accelerator der Rhein-Neckar-Region – sodass wir im Zuge dessen die Idee konkretisieren, intensiv mit Fachleuten besprechen und vor Fachpublikum pitchen konnten. Dabei kam „motovio“ während des Programms sehr gut an und brachte uns während der zweiten Midterm Presentation den 3. Platz und im Finale den 5. Platz ein – aus anfänglich 25 teilnehmenden Startups.

Heute – wenige Monate nach dem Accelerator-Programm – arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung unserer Idee, sprechen mit Versicherungen und Branchenkennern, basteln an der App, bauen eine Social-Media-Community auf, konzipieren die Videos für unsere Online-Schulungen und befinden uns in intensiven Verhandlungen mit Investoren. Wir sind gespannt wie es weitergeht und freuen uns schon darauf, wenn wir Ende 2018 beziehungsweise Anfang 2019 die fertige App präsentieren können!

– Marc, 20. Mai 2018